Frankfurt am Main, 02. Februar 2018. Als eine „gute Nachricht für Frankfurt und die Region“ bezeichnete heute OB-Kandidatin Bernadette Weyland das neue Maßnahmenprogramm „Aktiver Schallschutz“. Darin schlägt das Forum Flughafen und Region (FFR) eine Anzahl technischer Schritte vor, um die Lärmbelastung in der Region zu reduzieren.

Im Einzelnen soll wie schon auf der Landebahn Nordwest nun auch der Anflugwinkel auf den südlicher gelegenen Start- und Landebahnen verändert werden, durch sich der Abstand zwischen dem Flugzeug als Lärmquelle und den Anwohnern am Boden vergrößert und so deren Lärmbelastung verringert. Des Weiteren soll durch ein bereits erprobtes präziseres Navigationsverfahren die Spurtreue der Maschinen verbessert werden, sodass Abweichungen von den geräuschoptimierten An- und Abflugrouten verringert werden. Durch das Umfliegen von Siedlungszentren können die Flugrouten über weniger dicht besiedelte Zonen geleitet werden, wodurch die Zahl der Lärmbetroffenen zwar insgesamt reduziert werden, für manche jedoch auch eine höhere Belastung entstehen kann. Diese Möglichkeiten müssen daher innerhalb der Region noch intensiv diskutiert werden. Da alle Lärmschutzverfahren vor ihrer Einführung verpflichtende Testverfahren durchlaufen müssen, soll durch die Änderung der betreffenden Bundesgesetze ein solcher Probetrieb schneller und unbürokratischer als bisher realisiert werden können.

Nur durch die ständige Prüfung und schnelle Umsetzung neuer technischer Verfahren kann es gelingen, die berechtigten Lärmschutzinteressen der Anwohner mit der für Wirtschaft und Arbeitsplätze unerlässlichen Entwicklung des Luftverkehrsstandortes Rhein-Main in Einklang zu bringen“, bewertete die CDU-Politikerin die vorgeschlagenen Maßnahmen. Allerdings gehöre zum technischen Fortschritt auch die kontinuierliche Modernisierung der Flugzeugflotten. Dieser Austausch älterer durch neue, zugleich leisere und emissionsärmere Maschinen sei trotz der erst Anfang des vergangenen Jahres nochmals deutlich angehobenen, lärmabhängigen Start- und Landeentgelte ins Stocken geraten. Weyland forderte daher, eine neue Bundesregierung solle durch weitere geeignete Anreize die Luftfahrtgesellschaften dazu motivieren, ihre älteren Modelle zügiger durch neue zu ersetzen. „Davon profitieren letztlich alle: durch geringere Lärmbelastung die Bewohner, durch sparsameren Kerosinerbrauch Umwelt und letztlich auch die Betreiber gleichermaßen“, so Weyland.