Frankfurt am Main,
31. August 2017.

Bernadette Weyland hat sich am Donnerstag verabschiedet. Sie kehrte Hessens Finanzministerium den Rücken und gab ihr Amt als Staatsekretärin in Wiesbaden auf. „Das fällt mir im Augenblick nicht leicht“, sagte die Juristin. Fortan aber gehe es allein um Frankfurt, „100 Prozent Frankfurt“, setzte sie hinzu, denn sie will Anfang 2018 Oberbürgermeisterin werden.

Ihre Aufgaben als Staatssekretärin seien vielfältig gewesen seien, blickte Bernadette Weyland auf ihr Wirken als Amtsleiterin zurück. Die Arbeit in dem von Minister Thomas Schäfer gelenkten Ministerium habe ihr „große Freude bereitet“. Nun aber breche für sie eine neue Zeit an: Von Anfang September an will sie sich auf „Frankfurt konzentrieren“. Jetzt gehe es um „eine neue Aufgabe, deshalb gebe ich 100 Prozent für Frankfurt, weil unsere Heimatstadt wieder besser vertreten werden muss.“

Frankfurt ist für Bernadette Weyland kein unbeschriebenes Blatt. Mit ihrem Mann lebt sie im Südwesten der Stadt, gemeinsam haben sie dort die vier Kinder großgezogen. „Ein schöner Flecken am Rande dieser bezaubernden Stadt“, sagte die im westfälischen Münster aufgewachsene Weyland.

Eine Stadt, der sie sich politisch verbunden fühlt. Ihre Anfänge reichen in den Ortsbeirat 6 zurück, dem Stadtteilparlament, das für neun Stadtteile und so viele Menschen zuständig ist, die auch Einwohner einer mittelgroßen Stadt sein könnten. Die Zeit im Ortsbeirat möchte sie nicht missen, „denn wir haben uns der Sorgen der Menschen im Südwesten angenommen“. So stelle sie sich Politik vor: Nah an den Menschen und ihren Sorgen.

Aus dieser Zeit in bester Erinnerung ist ihr bis heute die neue Gestaltung des Mainufers. Die Wiederentdeckung des Flusses, den die Frankfurter zwar schon immer mochten, aber erst in den 80er Jahren „richtig in ihr Herz schlossen“.

Eine solche Verbindung, „einen emotionalen wie rationalen Zugang“, brauche Politik, hob Bernadette Weyland hervor. Von diesem Leitmotiv habe sie sich schon als Parlamentspräsidentin in Frankfurt leiten lassen. Daran habe sie sich auch in Wiesbaden orientiert. Und darauf werde sie sich auch als künftiges Stadtoberhaupt in Frankfurt am Main verlassen. Versprochen, setzt sie hinzu, schließlich habe die Stadt „künftig mehr Respekt verdient“.